Erfahrungsbericht zur Barrierefreiheit – Märchenpark Salzwedel

Wir waren als Familie – Mama, Papa und unsere Kinder – im Märchenpark Salzwedel. Ich bin Rollstuhlnutzerin und habe den Park auch unter dem Aspekt der Barrierefreiheit erlebt.

Die Wege im Park sind insgesamt sehr gut mit dem Rollstuhl befahrbar. Sie sind überwiegend eben und fest angelegt. Auch über die Rasenflächen kam ich mit meinem Elektrorollstuhl gut voran, was den Besuch deutlich erleichtert hat.

Positiv fand ich auch die Eintrittspreise: Kinder unter 3 Jahren haben freien Eintritt. Wir haben für unseren Besuch insgesamt nur 13 € bezahlt, was ich als sehr fair empfinde. Auch die Preise für Essen und Getränke im Park sind absolut in Ordnung und familienfreundlich.

Der Park ist sehr übersichtlich gestaltet, sodass man sich gut orientieren kann und keine langen Wege zurücklegen muss. Auch für etwas ältere Kinder ist der Park durchaus noch interessant, da es viele Märchenstationen und Spielmöglichkeiten gibt.

Im Park gibt es immer wieder kleine Pavillons als Rückzugsmöglichkeiten. Diese sind nicht alle mit dem Rollstuhl befahrbar, es gibt jedoch einige, die zugänglich sind und gut genutzt werden können.

Ich hatte außerdem den Eindruck, dass auch Kinder mit Behinderungen, insbesondere Rollstuhlnutzer*innen, hier Möglichkeiten haben, etwas anzuschauen und zu spielen.

Im Park gibt es mehrere barrierefreie Toiletten. Eine davon – die Toilette in der Burg – habe ich genutzt:
Die Toilette ist linksseitig an der Wand angebracht. Mit einem kleineren Elektrorollstuhl konnte ich im Raum gut wenden. Die Haltegriffe sind klappbar und unterstützen beim Umsetzen. Das Waschbecken befindet sich direkt vor der Toilette, was den Platz etwas einschränkt – besonders dann, wenn man Unterstützung benötigt.

Insgesamt haben wir den Park als sehr familienfreundlich und angenehm erlebt.

Fazit:
Der Märchenpark ist gut barrierefrei zugänglich, übersichtlich, preislich sehr familienfreundlich und für Familien mit Rollstuhl sehr gut geeignet, auch wenn es in einzelnen Bereichen noch kleine Verbesserungsmöglichkeiten gibt.

Jana Pertersen-Franke